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 [WoW] Cheida - Mitten im Traum

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LeKüken
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BeitragThema: [WoW] Cheida - Mitten im Traum   So 20 Nov - 21:19

Ohnmacht. Absolute Ohnmacht. Einfach hängen lassen, und die Welt passieren. Sie fasste sich über die Augenbinde. Oder... war es tatsächlich sie selbst? Sie sah wieder die Fäden an ihren Gelenken, an ihren Händen und Füßen. An ihrer Brust, ihrem Kopf und Rücken. Überall Fäden. Sie war eine Spielpuppe in einem riesigen Puppenspiel. War sie es selbst, die da den Kopf hob um ihren Spieler zu sehen, oder wollte er es? Sie wusste es nicht. Sie sah sowieso nur Finsternis.

"Tanz für mich!"

Sie tat es. Ihr blondes Haar wog herum, als die Fäden ihre Gelenke im Takt anhoben und senkten. Sie tanzte gut. Es war sicher schön anzusehen. Der Spieler wusste was er tat. Jede Bewegung saß. Hatte sie Kleidung an? Sie wusste es nicht. Sie konnte sich nicht über den Körper streichen, um es herausfzufinden. Sie musste weitertanzen. War es irgendwie befriedigend sich einfach hängen lassen zu können?

Ja.

Zeitgefühl gab es keins. Die Zeit war entweder still, oder rieselte so leise dass sie es nicht hörte. Sie tanzte weiter, weil ihr Spieler es so wollte. Ob sie wohl für Puplikum gedacht war? Sie mochte diese Vorstellung eigentlich nicht. Aber was hatte sie schon als Puppe zu sagen? Sie wurde geschaffen, um geführt zu werden. Ohne Hände oder Fäden war sie sinnlos dazu verdammt, auf dem Boden zu verstauben.

"Und jetzt zusammen!"

Sie hörte kurzers klackern, dann spürte sie auf ihrer Haut die leichten Windzüge. Andere waren neben ihr. Gelegentlich konnte sie beim Tanz den Blick auf sie riskieren. Sie kannte ihre Tanzgefährten. Sie alle hingen dort. Lavyria, Raxelle, Londarian, Endarien, Grivlin...

Wurden sie alle von einem Spieler gespielt? Wenn ja war dieser wirklich ein Meister seiner Kunst. Als Puppe hatte sie keine Muskeln. Diese musste der Spieler durch Geschick ersetzen. Und alle tanzten perfekt im Takt.

Dann war der Tanz vorrüber.

"Wie fein ihr alle zusammen ausseht! Ihr kommt in die Spezialkiste!"

Wie Müll wurde sie zusammen mit den anderen in etwas hineingeschleudert. Oder eher sprang sie ungewollt selbst hinein. Sie war gezwungen nach unten zum Kistenboden zu sehen. Sie konnte den Kopf ja nicht drehen. Das Gewicht der anderen Puppen lastete ihr auf der Brust. Atmete sie überhaupt?

"Das war perfekt. Noch eine Banane?"

Diese Frage ging wohl nicht an sie. Da mussten zwei Spieler sein. Viel logischer. So viele Puppen kann nicht nur einer allein kontrollieren.

Die Kiste ging zu. Alles war dunkel.



Cheida öffnete die Augen. Es war Nacht. Sie lag im Sand... und tat gar nichts. Die Sterne waren schön, glaubte sie. Sie sah nur weiße Punkte schwach im schwarzen Nebel der den Himmel für sie darstellte. Sie regte sich nicht.

Sie war glücklicherweise aufgewacht. Sie schwitzte etwas. Normalerweise war dies ein gutes Zeichen, dass man aufgewacht ist. Dann ist es schließlich vorbei.

Aber es gibt Träume, aus denen wacht man nicht auf.
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