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 [WoW] Lavyria - Irrtum

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LeKüken
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BeitragThema: [WoW] Lavyria - Irrtum   So 20 Nov - 21:18

Die Reise war lang, und doch war sie seltsamerweise erholsam für Lavyria. Die vergangene Woche war wirklich unschlagbar die schlimmste der letzten Jahre. Wie so oft strich sie sich über die Augenklappe. Die leere Augenhöhle darunter wurde komplett verdeckt. Es bedrückte die Blutritterin, dass sie so behindert war. Aber sie kam langsam damit zurecht. Musste sie ja auch.

Der Brief von ihrer Mutter machte ihr Sorgen. Sie schrieb, dass sie es nicht mehr schaffe. Dass sie sich ein Ende herbeiwünschte. Lavyria hasste so etwas. Depression, damit kannte sie sich aus. Es würde schwer sein ihrer Mutter zu helfen.

Nach einem langen Ritt durch den Immersangwald trat Lavyria endlich durch den Vorhang, der den Eingang zu ihrem alten Kindheitsheim darstellte. Ihre Mutter Kithai saß auf einem Sessel, und legte das Buch aus der Hand, welches sie bis jetzt beschäftigte.

"Oh, Lavyria. Wie schön dass du da bist."
"Dein Brief Mutter, ich dachte ich komme vorbei."
"Welcher Brief?"

Lavyria zog die Brauen hoch. Sie kramte in ihrer Tasche, und zog das Pergament heraus, welches die Nachricht darstellte. Sie überreichte es ihrer Mutter.

"Den habe ich nicht geschrieben, auch wenn es so aussieht. Naja, egal. Willst du deinen Tee?"

Lavyria überlegte, nickte, und folgte ihrer Mutter in die Küche. Als die Überraschung überwunden war, wunderte sie sich dass Kithai keine Fragen stellte. Als sie es dann doch tat, war sie umso verwunderter.

"Wie geht es deinem Auge?"
"Woher wusstest du davon?"
"Ich kann lesen."

Nun war es Kithai, die einen Brief hervorzog. Sie warf ihn auf den kleinen Küchentisch. Lavyria nahm ihn, und begann zu lesen.

Mutter.

Ich hatte eine schwere Woche hinter mir. Ich habe unter Folter meinen Stolz, sowie mein Auge verloren. Ich brauche etwas Ruhe, die ich am liebsten bei dir genießen würde.

Lavyria

"Mutter, den habe ich nicht geschrieben."
"Schade, ich hätte mich gefreut."

Die Blutritterin war überrumpelt. Sie schüttelte den Kopf.

"So meinte ich das nicht, ich..."
"Ja ich weiß, Kindchen. Was zu essen?"
"Nein danke."

Kithai grinste vor sich hin, setzte Tee auf und wartete einige Minuten. Schweigen. Lavyria hasste es. Erst als der Tee fertig auf dem Tisch platziert war, und sich die gute Mutter auf den Stuhl gegenüber gepflanzt hatte fing das Gespräch wieder an.

"Wie geht es dir, Lavyria?"
"Seit Tanaris wieder Arbeit. Du kannst es dir ja denken."
"Wirst du wieder verhauen?"
"Das ist sechs Jahre her!"
"Mir kommt es vor wie gestern."

Wieder grinste ihre Mutter. In Gedanken schwiegen beide, und nippten am Tee. Lavyria entspannte sich dankenswerterweise etwas. Sie war zuhause. Das will doch nur gutes heißen. Sie konnte sich einige Zeit frei von den Gedanken in Gilneas nehmen. Wieder erhob Kithai als erstes die Stimme.

"Wie lang wirst du bleiben?"
"Ich weiß nicht... Wie lange bin ich willkommen?"
"Solange du willst."
"Dann verbringe ich eine Nacht hier."
"Fein, trink aus, und ich mach dir dein altes Zimmer zurecht."

Lavyira nickte, und nahm einen tiefen Schluck Tee. Ihre Mutter entschwand nach oben. Die Blutritterin schwelgte in Gedanken über Kindheit, und Laufbahn als sie von oben gerufen wurde. Allzu gern stieg Lavyria den altbekannt aus Kindertagen gewordenen Weg nach oben, in ihr Kinderzimmer. Es war beinahe genauso wie vor einem Jahrhundert. Übungsschwerter gepaart mit einigen Puppen gaben ein merkwürdiges Bild. Man konnte sich nicht entscheiden ob hier ein Junge, oder ein Mädchen gelebt hat. Genau das liebte Lavyria selbstverliebt an sich selbst.

"So, mein Kind. Alles fertig. Ich musste nur etwas aufräumen."
"Danke Mutter."
"Brauchst du noch etwas?"

Lavyria lächelte. "Nein, vielen Dank."
"Ich lasse dich dann allein... Frühstück gibt es wie immer."

Grinsend wie eh und je trat Kithai aus dem Zimmer, und zurück nach unten. Wie immer. Wie unpassend und passend zugleich für ihre Situation. Lavyria schlüpfte aus der Rüstung in alte Gewänder, in die sie immer noch nach so langer Zeit passte.

Wieder zuhause.

Erst zwei Tage später verließ Lavyria das traute Heim wieder. Sie bedankte sich bei der guten Mutter, und versprach des öfteren wieder zu kommen. Doch in gewohnter Rüstung und mit wieder erlangter Ruhe musste es wieder an den Ernst des Lebens rangehen. Lavyria stieg auf ihr Ross, winkte noch einmal zurück zu der vor dem Vorhang stehenden Mutter, und trabte leicht davon. Die Wege waren verlassen, und der Wald im Morgen wie gewohnt wunderschön. Einige Blätter fielen herab auf die Pfade, und das goldene Licht der Sonne tauchte alles in ein behagliches Licht samt angenehmer Wärme.

Lavyria ließ sich wieder etwas in Gedanken baumeln, bis sie die Todesschneise erreichte. Jener verfluchte Ort, immer noch mit Untoten gepflastert. Die Blutritterin entließ ihr Pferd, und zog ihr Schwert. Diesen Weg würde sie sich wie immer freikämpfen. Es waren nur einige untalentierte Ghule, aber je konzentrierter sie kämpfte desto sicherer.

Der erste fiel, der zweite direkt hinterher bevor die anderen merkten was los war. Es war wie immer einfach. Ein Untoter nach dem anderen fiel der Klinge im blutrünstigen Sang zum Opfer. Dann veränderte sich die Lage. Die Ghule wurden stärker. Verbissener. Der erste nach langer Zeit bahnte sich den Weg durch ihre Verteidigung, und streifte sie am Arm. Kurze Überraschung, dann wurde der Ghul von seinem Kopf getrennt.

Aber er war nicht der einzige. Alle Ghule schienen pötzlich wie gesegnet. Sie stürzten sich gemeinsam auf Lavyria, und fügten ihr Wunde um Wunde zu. Zwar leicht, aber spürbar. Ein letzter unbedachter Tritt, und die Blutritterin ging keuchend auf die Knie. Dann versagten die Angriffe. Ein Verlassener trat auf sie zu, mit einer dunklen Krone und einem Runenschwert auf den Rücken geschnallt.

"Eigentlich solltest du einige Zeit länger hierbleiben. Warum Stress, wenn man Ruhe haben kann? Warum nicht zuhause bleiben?"

Der Verlassene lachte. Von der Stimme her war er offensichtlich ein Todesritter. Lavyria blinzelte hoch, und rührte sich sicherheitshalber nicht. Es wurde kalt.

"Aber keine Sorge, ich helfe dir bei deinem Stressproblem."

Zu spät erkannte Lavyria, dass der Untote die Faust hob. Er schlug die Faust auf sie nieder. Lavy verlor das Bewusstsein.

"Dauerhaft."
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