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 [SW ToR] Vhem - Erlösung

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LeKüken
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BeitragThema: [SW ToR] Vhem - Erlösung   Mo 26 Dez - 14:23

Sie sah das dämmrige rötliche Licht, ohne es wirklich zu sehen, ohne zu wissen wo es genau herkam. Innerhalb der nächsten Sekunde waren ihre Gedanken auch schon wieder wie weggeblasen. Ein klarer Faden war unmöglich zu erhaschen. Ohne dass sie etwas dagegen tun konnte, baute sich ein Sturm der Empfindung in ihrer Brust auf und entlud sich über ihre Kehle. Schnelles Aus- und Einatmen. Stöhnen.

Zufrieden gab sie sich dem Sturm hin, und ließ sich einfach in ihm treiben. Ihre Arme umschlossen den warmen Leib, welcher sich auf ihr bemühte. Die Finger fuhren die dezenten Muskeln ab, welche sich unter der Haut abspiegelten. Um sich nicht weiter abzulenken schloss sie die Augen, und genoss das warme Gefühl welches ihren Körper beherrschte.

Wie lange hatte sie das schon nicht mehr… jegliche Maske abgeworfen…





10 NVC
Dromund Kaas – Kaas City



Der Regen tropfte über die Kapuze zu Boden, während der schnelle Schritt ein stetes Plätschern verursachte. In Kaas City war es wie ausgestorben. Kein Wunder, befand sich über dem regenverhangenen Himmel doch schon die tiefste Nacht.

Vhem betrat das Heiligtum des Imperiums, und ging schnurstracks in Richtung der Büros. Für die Pracht des Turms hatte sie inzwischen gar kein Auge mehr, zu sehr war sie Alltag geworden. Nun hatten andere Angelegenheiten Vorrang.
Gedanklich perfekt auf ihr Tun ausgerichtet durchschritt die Sith blind das Labyrinth aus Gängen, Büros und Aufenthaltsbereichen. Selbst jetzt arbeiteten noch unzählige Imperiale in ihren Stationen, um dem Imperium zu dienen. Eindringliche, leise Stimmen. Das Rascheln von Dokumenten. Klackern von Fingern über die Tasten.

Schließlich blieb Vhem vor einer Schiebetür stehen. Direkt davor, sodass ein kurzer Windzug gereicht hätte um ihrer Nasenspitze zum Kontakt zu verhelfen. Sie dachte an Megdana, welche sich erst vor… vielleicht zwanzig Minuten von ihr getrennt hatte. An ihre leichte, freie Art. Unbeschwert.
Ein wenig beneidete sie diese Frau schon für diesen Charakterzug. Allerdings wusste sie auch, dass sie das zu einem Opfer machte. Opfer von Fäden, welche weit komplexer waren als das Fadengeflecht der Macht.

Die Fäden ihrer Machenschaften.

Mit einer Handbewegung öffnete Vhem die Schiebetür, und trat in die großzügigen Gemächer ein, welche eher an eine Wohnung als an ein Büro erinnerten. Vielleicht traf das auch zu, und ihre Meisterin schlief hier drin genauso wie sie arbeitete.
Leider war das gerade nicht der Fall. Am anderen Ende des langen Raumes saß ihre Meisterin am Schreibtisch, und wühlte in ihren Unterlagen herum. Das Eintreten ihrer Schülerin hatte sie noch gar nicht bemerkt. Ungläubig den Kopf schüttelnd kam Vhem näher, und warf dabei die Kapuze ab um ihr feuerrotes Haar freizulegen.

So lange hatte sie dieser Frau gedient. Irgendwie lächerlich. Vor Wochen schon hätte sie diese leichtsinnige Truller besiegt ohne ins Schwitzen zu kommen.
Als die Sith die Hälfte des Raumes überquert hatte, bemerkte auch ihre Meisterin endlich ihr Eintreffen. Das weiße Haar, schulterlang und gekämmt. Blasse Haut, welche von langen Tagen in der Dunkelheit der Archive stammte. Schwarze Lippen.
Die einzige Gemeinsamkeit, welche Vhem immer wieder bemerkte, waren die eisblauen Augen. So etwas hatte sie noch nie zuvor gesehen, diese ungewöhnliche Färbung der Pupillen. Manchmal glaubte man schon fast, dass sie leuchteten.

Inzwischen war Vhem bereits beim Schreibtisch angekommen. Ihre eben noch gleichmäßigen Schritte verhallten in aller Ruhe im Raum, während Meisterin und Schülerin sich einen Moment schweigend in die Augen sahen.

„Schülerin. Du bist zurückgekehrt.“
Vhem nickte knapp, und entließ ihre Meisterin nicht aus dem Starren ihrer blauen Augen. Diese, das wusste sie, erinnerten eher an die Tiefe des Meeres.
„Zweifellos um dich von mir zu lösen.“

Wieder nur ein Nicken seitens der Schülerin. Ihre Meisterin erhob sich von ihrem Stuhl, und strich sich die weiße Robe glatt. Im nächsten Moment waren ihre Hände bereits erhoben, und ließen blaue Machtblitze in Richtung der unvorbereiteten Schülerin zucken. Vhem presst die Lippen aufeinander, und wurde in die Hälfte des Raumes zurückgeschleudert. Nach dem dumpfen Aufprall wurde sie von den Blitzen entlassen. Ihr ganzer Körper schmerzte, und trotzdem rappelte sie sich langsam auf während die langsamen Schritte ihrer Meisterin in ihre Richtung kamen.

„Dachtest du wirklich, dass ich mich einfach von dir niederstrecken lasse, Kindchen?“

Vhem stand auf wackeligen Beinen, sah ihre Meisterin hasserfüllt an und griff ohne zu Zögern nach ihrem Lichtschwert. In dem Moment, in welchem der Griff ihre Hand erreichte, zündeten die beiden roten Klingen und gaben das dezente Brummen von sich, welches inzwischen fast schon beruhigend auf die Schülerin wirkte.

„Nun denn. Ich werde dich in deine Schranken verweisen. Danach wirst du um die Gnade betteln, mir dienen zu dürfen.“

Wieder stoben blaue Machtblitze in Vhems Richtung, doch dieses Mal war sie vorbereitet genug um rechtzeitig die Vorderklinge zu erheben, und den Angriff abzufangen. Knisternd schlugen die Blitze in die Klinge ein, luden sie auf während die Schülerin Schritt um Schritt nach vorn wagte. Ihre Meisterin erkannte das Unheil zu spät. Eine galante Drehung, ein Schwingen des Doppellichtschwerts, und alle Blitze entluden sich wieder in ihre Richtung.

Die blasse Frau hatte schon lange keinen richtigen Kampf mehr gesehen. Immer mehr Wut brodelte in Vhem, während sie auf ihre Meisterin zuging welche unter diesem Blitzgewitter bereits zusammengebrochen war. Stöhnend kroch sie auf dem Boden ihrer eigenen Gemächer, schwach und gebrochen. Kaum zu fassender Hass kochte in der Schülerin.
Diese Person hatte sie immer nur aufgehalten. Ihr unterstellt zu sein war lediglich ein Dämpfer für ihre eigene Macht.
Dafür würde sie leiden.

Vhem deaktivierte die beiden Klingen ihres Lichtschwerts, hakte den Griff an ihren Gürtel und erhob beide Hände in Richtung der am Boden kriechenden Gestalt ihrer Meisterin. Gnadenlos zuckten die Machtblitze aus ihren Fingern, quälten die blasse Frau am Boden und pressten noch das letzte bisschen Leid aus ihr heraus, bis sie ganz still dort lag.
Unruhig vor Hass und Wut senkte Vhem die Hände, und starrte auf den toten Leib ihrer Meisterin. So einfach, so… unbefriedigend. Wenigstens einen ordentlichen Kampf hätte sie bieten können. Nun blieb nur noch eines zu tun.

Sie ging in die Knie, beugte sich über ihre ehemalige Meisterin, schloss die Augen und konzentrierte sich auf das Fadengeflecht der Macht. Das Pulsieren, welches einst von ihrer Meisterin ausging, war nun nicht mehr als ein Echo in der Macht. Trotzdem war es noch vorhanden. Spürbar, und genau an diesem Ort, in diesem Zeitpunkt noch frisch.

Konzentriert auf eben dieses Echo atmete Vhem tief ein. Immer weiter, bis sie schon gar keine Luft mehr in ihre Lungen schöpfte. Als sie den Mund schloss, die Luft anhielt und die Augen wieder öffnete, war von der Leiche ihrer Meisterin nur noch eine verdorrte, verdrehte Hülle übrig. Angewidert erhob sich die aufgestiegene Schülerin, und verließ das Büro. Sie wollte es nicht besitzen, und irgendwie wäre es interessant herauszufinden, wann man die Leiche ihrer Meisterin finden würde. Mit einer Handbewegung schloss sich die Schiebetür hinter ihr, genau wie sie sich geöffnet hatte.

Der Weg nach draußen war gepflastert vom Treiben der Arbeit im Imperium. Alles lief weiter wie vorher, als wäre gar nichts gewesen. Vhem hörte ihre eigenen Schritte, das Klackern der Tasten, das Rascheln der Dokumente. Aber nun folgte ihr auch ein weiterer Klang. Der Klang des Sieges, welcher in der Macht nachhallte.
Als sie nach draußen trat, zuckte gerade ein Blitz über den von Regenwolken besetzten Himmel Dromund Kaas‘. Er erhellte die gefluteten Straßen, welche rauschend das Wasser in die Abwasserkanäle abließen. Während das Plätschern wieder jedem ihrer Schritte folgte, sah Vhem ihr Spiegelbild im abfließenden Wasser.

Rote Augen, brüchige Haut.

Plötzlich stieg wieder diese Frage auf, welche sie sich vor einer Woche schon gestellt hatte. Kopfschüttelnd zog sie sich die Kapuze tief ins Gesicht, und ging weiter durch den Vorhang, welchen der Regen inzwischen beschrieb. Es gab wichtigeres zu tun. Und doch blieb die Frage in ihrem Kopf. Beständig stechend. Immer vorhanden.

Was ist nun meine Maske? Die junge Haut Vhems mit den tiefblauen Augen, oder die brüchige Haut, die roten Augen eines Sith-Lords?

Die Zeit wird es zeigen.

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Vleit



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BeitragThema: Re: [SW ToR] Vhem - Erlösung   Di 27 Dez - 15:48

Zugabe! Zugabe! *klatsch klatsch klatsch*

Bei so einer Meisterin wär ich auch enttäuscht ... Suspect
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Teetroll



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BeitragThema: Re: [SW ToR] Vhem - Erlösung   Di 27 Dez - 16:43

Küken schäm dich! Sowas kannst du doch nicht schreiben! Denkt denn keiner an die Kinder!?

Nette Geschichte *g*

Ich kenne sie zwar nicht gut, aber als Sith Meisterin war sie wohl nicht sooo gut.
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BeitragThema: Re: [SW ToR] Vhem - Erlösung   Heute um 11:42

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