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 [WoW] Melvelith - Der Ton von Acherus

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LeKüken
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BeitragThema: [WoW] Melvelith - Der Ton von Acherus   So 20 Nov - 21:32

„Die schwarze Klinge war dafür gedacht, den befreiten Todesrittern einen Platz zu geben. Glaubt ihr, sie hat diese Aufgabe erfüllt?“

Melvelith kniete vor ihrem Hochlord. Diese Frage war ein merkwürdiger Anfang für dieses Gespräch, dem sie so entgegen gesehen hatte. Ihre Vergangenheit als stumpfes Experiment wollte sie verschweigen. Genauso ihr Wissen um… bestimmte Dinge. Bei dem Hochlord Darion Mograine könnte dieses Vorhaben jedoch schnell vergebens gewesen sein. Er war bekannt dafür solche kleinen Täuschungsmäntel schnell zu entdecken.

Der Lord stand mit verschränkten Armen vor ihr. Die Nebenkammer in Acherus war sehr dunkel, sehr unbekannt für sie bisher und höchst ungemütlich. Ihr Knie am Boden rutschte beinahe aus, und obwohl man den Boden nicht genau sehen konnte wusste man irgendwie dass dort nichts Appetitliches lag.
„Hat es euch die Sprache verschlagen?“

Die Todesritterin schmatzte. Beim Gedanken an die Kammer wäre ihr beinahe die eigentliche Frage von Mograine abhanden gekommen.

„Hochlord, ich denke das hat sie. Die Todesritter werden als Teil der Welt angesehen und konnten sich wieder unter ihre ehemaligen Völker mischen. Nun ist Acherus die Heimat für diejenigen, die Zuflucht vor dem Alltag in den Städten suchen. Eine natürliche Reaktion als… Andersartiger.“
Der Hochlord nickte.

„Eine gute Antwort. Sie spielt die schwarze Klinge nicht so herunter.“

Er trat etwas in der Kammer auf und ab. Weder konnte man Wände durch die Dunkelheit sehen, noch den Eingang wiederfinden. Nur die eisblauen Augen und die Schritte des Lords wiesen auf seine Präsenz hin. Und natürlich seine Stimme, als er fortfuhr.

„Tatsächlich jedoch ist die schwarze Klinge nichts mehr, als eine verlorene Gruppierung nach dem Krieg im Norden. Nach dem Fall des Lichkönigs wenden sich die Ritter wieder der Horde und der Allianz zu. Und ich würde ihnen die Freiheit absprechen, wenn ich sie hier behalten würde.“

Melvelith wollte wieder schmatzen, um etwas vom unangenehmen Schleim in ihrem Mund zu vertreiben. Aber die Worte des Hochlords geboten kein Geräusch ihrerseits, also schwieg sie. Die kalten Augen der Elfe fanden den Weg nach unten, in Richtung des unsichtbaren glitschigen Bodens. Sie fragte sich ob die Dunkelheit magischen Ursprungs war, als der Hochlord schon wieder fortfuhr.

„Also frage ich euch… Cheinesse Sonnensang… Warum kommt ihr zu mir und geht nicht zum Kriegshäuptling der Horde? Garrosh Höllschrei?“

Die Erwähnung des Namens ließ Melvelith zusammenzucken. Sie sah hoch, und bemerkte die kalten Augen des Hochlords auf sie gerichtet. Sie gab ihrem Instinkt nach.

Sie schmatzte.

„Hochlord… Wo… Woher wisst ihr…?“
„Ihr vermutet wohl, Demour hätte mich niemals über seine Pläne informiert. Ich bin stets über ihn im Bilde. Er ist zu unberechenbar um ihn frei herumlaufen zu lassen. Misstrauen ist sogar bei den eigenen Leuten angebracht.“
„Was geschieht nun?“

Der Hochlord trat näher an sie heran. Die Schritte und die Augen verrieten dies. Melvelith spürte seine mächtige Präsenz deutlicher als je zuvor. Ob das von ihm so gewollt war wollte sie sich gerade nicht beantworten. Das unangenehme Gefühl der Unsicherheit durchfuhr sie. Die kurze Zeit hatte gereicht, um sie das Gefühl beinahe vergessen zu lassen.

Von manchen Dingen war man eben niemals frei. Ein Fortschritt war es allemal. Als Lebende hätte sie in dieser Situation wohl Furcht empfunden.

„Es bleibt bei Melvelith El’Thanas. Das Experiment ist niemals geschehen. Wendet euch einer der Riten eines Todesritters zu.“

Die Todesritterin hob die Augenbraue. Das kam ihr viel zu einfach vor.

„Ihr solltet es bevorzugen, mich nicht wieder mit eurer tragischen Geschichte zu belästigen, El’Thanas. Als Anführer der Klinge kommt mir nach wie vor genug unnötiges Zeug zu.“
„Keine Konsequenzen?“

Der Hochlord drehte sich um. Die Augen verschwanden aus dem Sichtfeld, und die Schritte traten davon.
„Wir sind fertig.“

Melvelith spürte wie die Präsenz des Hochlords verschwand.












Drei Stunden später stand Melvelith am Balkon von Acherus. Ihr Frostwyrm flog über den Ruinen von Neu Avalon seine Bahnen, bereit gerufen zu werden. So schnell würde es jedoch nicht dazu kommen.

Die Todesritterin schmatzte, ein kürzlich eingetroffenes Pergament lesend.


El’Thanas.

Dein Nachname passt. Herzlichen Glückwunsch. Ich habe keine falsche Wahl getroffen, als ich alles in den Normalzustand versetzte. Du hast die Angelegenheiten zu meiner Zufriedenheit zum Ende gebracht.

Die Einheit zu vergessen ist der falsche Weg. Solange es zielstrebige Prügelknaben wie sie gibt, wird das Ungleichgewicht welches derzeit herrscht etwas gelindert. Ich stimme dir allerdings zu dass ein Führerwechsel anzuraten ist.
Schreibe Lavyria, ob sie den Posten wieder übernimmt.

Grüße Vleit und Jerya von der Perfektion. Ich verbringe einen herrlichen Urlaub im Blut der Worgen.

Demour


Melvelith zischte verärgert. Diese Briefwechsel fühlten sich an, als würde sie sich an die Hand nehmen lassen. Dabei war dem nicht so. Sie war bereits bei Blutfeder gewesen. Und größer hätte ihr Desinteresse nicht sein können, die Einheit wieder zu führen.

Die größte Hoffnung, wenn man sie so nennen konnte, war dann wohl doch eher…

Gute Frage.

Das kurze Gespräch mit dem Hochlord verwirrte sie. Sie hatte keineswegs gedacht dass ihre Geschichte sonderlich viel Aufmerksamkeit erregen würde. Aber mit soviel Desinteresse hatte sie auch nicht gerechnet.

Die Todesritterin ließ den Brief achtlos über das Geländer ins Land herabtrudeln, als sie sich umdrehte. Gerade rechtzeitig, denn Lord Thorval trat auf sie zu. Der Meister der Riten des Blutes musterte sie beim herantreten scharf, und nickte dann gerade angemessen genug.

„Fasst euch kurz, El’Thanas. Ich habe Novizen auszusortieren.“

Die blasse Elfe schmatzte, und deutete etwas übertrieben ein Salutieren an. Thorval schüttelte den Kopf, und schien erst wieder interessiert als Melvelith anfing zu sprechen.

„Ich wäre gerne eine dieser Novizen.“

Thorval hob die Augenbraue.

„Dann frage ich mich, wieso ihr euch als vollwertige Todesritterin präsentiert, wenn ihr nicht einmal einen Ritus durchlaufen habt.“
„Ich werde mir diese Rüstung schnell genug wieder verdient haben. Das Ausziehen lohnt sich beinahe nicht.“

Der Blutmeister lachte amüsiert. Garantiert ob so viel Selbstvertrauen. Er lachte ausgiebig, und klatschte sich dabei das Bein.

„Ihr belustigt mich, El’Thanas. Und aus diesem Grunde erlaube ich euch die Einstiegsprobe zu bestreiten. Sammelt fünf Phiolen mit Blut. Welches ist mir dabei egal. Wenn ihr das habt könnt ihr euch von mir aussortieren lassen. Denn ihr habt nicht das Zeug zu einer Ritterin des Blutes.“

Der Blutmeister drehte sich bereits wieder desinteressiert ab. Beim davongehen fing er wieder zu lachen an. Melvelith fühlte sich kein bisschen gedemütigt, oder verärgert. Sie grinste schmal mit ihren blauen Lippen.

Das war der Ton, den sie gewohnt war.


Der Ton von Acherus.




Eine Nachtelfe trat vor Lord Thorval. Untot, natürlich. Sie reichte ihm ihren Gürtel mit fünf blutgefüllten Phiolen.

Melvelith stand an der hinteren Wand des Blutflügels in Acherus. Es hatte nicht lange gedauert das Blut zu besorgen. Einige abtrünnige Menschen in den Pestländern hier, ein Tier dort. Dann hatte sie fünf Phiolen gefüllt. Doch obwohl die Aufgabe so einfach war fanden sich nur wenige Novizen ein.

Thorval hatte inzwischen eine Phiole aus dem Gürtel gelöst. Er musterte sie.

„Das Blut der Sin’dorei bleibt lange warm… Wusstet ihr das, Arixela?“

Die Nachtelfe schüttelte den Kopf.

Der Blutmeister zerdrückte die Phiole. Hellrote Dämpfe stiegen aus den Splittern in seiner behandschuhten Hand auf. Die Dämpfe wischte der Meister mit einer Geste zur Nachtelfe. Melvelith beobachtete die interessante Reaktion der untoten Nachtelfe. Sie zitterte. Wand sich hin und her.

Weinte Blut.

Die Nachtelfe fasste sich an den Kopf, murmelte etwas in ihrer Muttersprache. Was immer es gewesen war, es half nicht. Sie fiel auf ein Knie.

Ihr Hinterkopf fing zu bluten an. Lord Thorval wandte sich bereits dem nächste Novizen zu, der seinen Gürtel zu überreichen gedachte. Sein Desinteresse ob der Entwicklungen der Nachtelfe deuteten auf… Gewohnheit hin. Die blasse Sin’dorei jedoch verfolgte das Leiden der offensichtlich gescheiterten Novizin.

Bis der Kopf von ihr zu einer blutigen dickflüssigen Flüssigkeit zusammenlief. Der Körper viel vornüber zu Boden und ließ etwas von dem ehemaligen Kopf auf den Stein schwappen. Eine ziemliche Sauerei, wie Melvelith dachte. Der Blutmeister schenkte der toten Nachtelfe ein Lächeln.

„Ihr wurdet aussortiert.“

Mit seinem Kopfnicken machten sich einige Ghule daran die Schweinerei zu säubern. Dabei gaben sie sich keine große Mühe. Jetzt erst bemerkte Melvelith die diversen getrockneten Blutlachen auf dem Steinboden dieses Acherusflügels.
Thorval hatte wohl ein recht strenges Sortierverfahren.

Gerade als die Todesritterin diesen Gedanken abfertigte stand besagter Blutmeister auch schon vor ihr.

„Euer Gürtel, El’Thanas.“

Sie entledigte sich ihres Gürtels, an dem ihre fünf Phiolen hingen. Thorval musterte jede einzelne Phiole und griff sich nach einiger Untersuchung eine davon. Wenn sich Melvelith nicht täuschte, war es eine gefüllt mit Fledermausblut.

„Wollen wir doch mal sehen ob sich mein Verdacht bei euch bestätigt…“

Der Meister zerdrückte die Phiole. Wieder traten hellroter Dämpfe hervor, die durch eine simple Geste davon geschickt wurden. In Richtung der blassen Todesritterin, welche völlig neutral schmatzte. Sie war gespannt.

Die Dämpfe legten sich ihr um die Nase und den Mund, versuchend Weg in sie zu finden. Dies bedurfte keiner Überlegung. Die lange inaktiven Lungen wurden gewaltsam zum arbeiten gezwungen. Die Dämpfe zogen in Melvelith ein. Ihre Hände begannen zu zittern, ohne dass sie etwas dagegen tun konnte. War sie etwa auch nicht geeignet?

Vergessene Kraft zog sich erst durch Melveliths Brust, dann durch ihre Arme und Beine. Sie schloss die Augen, nur um diesen Moment der Stärke zu erfassen. Natürlich war diese Kraft nicht natürlichen Ursprungs. Nichts an den Todesrittern war natürlichen Ursprungs. Doch diese Kraft kam diesem Ursprung am nächsten. Es fühlte sich an wie ein Adrenalinrausch.

Genau so schnell wie die Kraft kam, so verging sie auch wieder. Sie öffnete die Augen, nur um erstaunt eine ihrer Strähnen zu betrachten. Wer mehr als zwei Meter entfernt stand mochte keinen Unterschied bemerken, doch sie konnte es genau erkennen. Ein leichter Blondton, der gerade am verschwinden war. Selbst als er vergangen war starrte die Todesritterin nachdenklich noch einige Momente auf die Strähne, bevor sie zu Thorval sah.

Dieser hatte sich bereits diversen anderen Novizen zugewandt. Melvelith zählte zwei neue Blutlachen, und drei Novizen die sich in Richtung Eingang zum Blutflügel aufstellten. Jene, die die erste Prüfung bestanden hatten. Die blasse Elfe gesellte sich zu ihren „Mitschülern“, und wartete ab. Gerade sank der letzte Novize auf die Knie, als sein Kopf in jenes unnatürliche Blut zerfloss.

Lord Thorval wandte sich ihnen zu. Er stand in der Mitte des Raumes, und stemmte die Hände in die Hüfte.

„Ich habe bei keinem von euch erwartet, dass ihr es schafft. Und doch steht ihr hier. Lasst euch gesagt sein, dass es mich bei keinem von euch wundern wird wenn er den kurzen Ritus nicht überlebt. Der Ritus des Blutes, ist die Kontrolle über die Macht die es darstellt.“

Melvelith hörte gespannt zu. Thorval fing an mit mehr Leidenschaft zu reden, als sein üblicher herunterleiern. Ihre Kollegen schienen ebenso aufmerksam. Das Aussortieren hatte sich gelohnt.

„Jeder Lebende braucht das Blut zum leben. Ohne würden alle sterben. Wenige von euch werden am Ende zu Rittern des Blutes. Diese wenigen werden die Lebensessenz unserer Feinde berühren und verändern können. Diese wenigen werden manch Wunde heilen, aber viel wichtiger: Viele zufügen können.“

Lord Thorval verschränkte die Arme hinter seinem Rücken. Seine Stimme wurde wie üblich gelangweilter, und sein Blick düsterer.

„Holt euch eure Gürtel zurück. Im Verlauf des Ritus werdet ihr euch dieses Blut zum Werkzeug machen.“

Melvelith schnappte sich ihre Gürtel, und sah wieder zum Lord der leise, vielleicht nur für sich und doch für alle hörbar, weitersprach.

„… Oder diesem Werkzeug zum Opfer fallen.“



Melvelith öffnete die Augen. Der Blick war glasklar, doch sie hörte nur gedämpfte Rufe und das obligatorische Piepen. Etwas in ihren Händen zuckte, und sie bemerkte dass sie gestreckt auf dem blutigen Boden des Blutflügels in Acherus lag. Starr sah sie zur Decke auf. Was war hier passiert?

Sie ging die schwarze Kraft durch die ihren toten Körper antrieb. Der Körper schien eigentlich in Ordnung, größenteils nur leicht angebrannt. Die Hände schienen schwerer verletzt, und die Brust hatte ebenfalls etwas mehr abbekommen. Um ihre geistige Kraft nicht weiter anzustrengen wagte es die Todesritterin zu ihren Händen zu sehen. Was sie sah interessierte sie.

Die Hände waren aufs brutalste verbrannt. An einigen Stellen wie die Handrücken war das komplette Fleisch weggebrannt und offenbarte die Knochen der Hände. Die Unterarme waren ähnlich verheert. Melvelith tastete die freigelegten Knochen ab. Sie zählte langsam. 1…2…3…4 freigelegte Stellen. Drei auf der rechten eine auf der linken Hand.

Die Rufe wurden lauter, das Piepen schwand langsam. Für einige weitere Sekunden wurden die zerfetzten Stellen weiter fasziniert gemustert, bevor sie sich aufsetzte.

Im ganzen Flügel lagen Novizen auf dem Boden. Wenige, vielleicht zwei andere, hatten sich bereits wieder erhoben, die meisten blieben liegen. Der andere Teil Teil der Schüler stand um die Verwundeten herum und klatschten gelangweilt, sahen stumm zu oder lachten. Das Lachen hatte Melvelith für ein Rufen gehalten. Diverse Tische, umgeworfen oder verschoben, standen blutüberströmt im Raum.

Auch um sie standen die Novizen. Und vor ihr stand Blutmeister Thorval, die Arme vor der Brust verschränkt und… grinsend. Schlagartig fiel der Todesritterin wieder ein was geschehen war.


Minuten zuvor…

„Kommen wir zum wichtigen Teil des Ritus. Die Handhabung des Blutes. Ihr habt noch vier Phiolen an euren Gürteln. Eine werdet ihr behalten, die anderen bereit auf eure Tische legen.“

Die Novizen taten wie angeordnet. Auch Melvelith. Thorval stand am hinteren Ende des Raumes und beobachtete die Vorbereitungen genau. Flink zückte die blasse Elfe drei der Phiolen vom Gürtel und legte sie bereit vor sich hin. Ihr Blick wanderte danach unverwandt zum Blutmeister. Ein Seitenblick zur Kontrolle ob sie es richtig getan hatte war nicht nötig.

Sie wusste dass es richtig war.

„Nun… Wenn ich das Startzeichen gebe werdet ihr die Phiolen zerschlagen. Alle gleichzeitig. Das Blut wird euch in dieser Umgebung angreifen, dafür habe ich gesorgt. Seid ihr nicht schnell genug im verteidigen werdet ihr sterben.“

Melvelith sah auf die drei Phiolen vor sich. Sie glaubte dem Blutmeister jedes Wort. Der Raum schrie bereits danach verzaubert zu sein, und wenn Thorval entsprechende Vorbereitungen traf dann war das so. Sie war gespannt wie das Blut sie angreifen würde.

„Ihr habt die erste Aussortierung überstanden. Jetzt habt ihr eine zweite vor euch, bevor ihr mit der letzten Phiole den Ritus beendet. Ich sagte ja es würde schnell gehen.“

Thorval verschränkte die Arme hinter dem Rücken.

„Beginnt… JETZT!“

Melvelith zerschlug mit der flachen Hand alle drei Phiolen auf einmal. Wegen dem splitternden Geräuschen im ganzen Raum wusste sie dass sie nicht die einzige war. Das Blut überflutete den Tisch und schien auf den ersten Blick rein gar nichts zu tun.

Sie verengte die Augen.

Es blieb nicht einmal mehr die Zeit zum Zwinkern. Das Blut kroch ihre Hand herauf, welche die Todesritterin nach oben riss und anstatt in Panik zu schütteln stirnrunzelnd musterte. Ihr wollte auf die Schnelle kein Zauber einfallen mit dem sie etwas ausrichten könnte. Ihr Seitenblick galt den anderen Novizen. Die einen schüttelten in Panik die Arme die befallen waren. Andere hielten es wie Melvelith und sahen sich um. Die anderen warfen diverse Zauber auf das Blut die keine Wirkung zu haben schienen.

Einer brachte es sogar so weit eine hellgrüne Blase um sich zu werfen. Wohl aus Furcht vor dem Blut griff er in seinen Umhang, zog einen weißen Stein hervor und rieb daran. Eine grüne Aura ging von dem Stein aus. Ein Ruhestein.

Bevor sich der Feigling davonstehlen konnte hatte Thorval ihn mit seinem Schwert enthauptet.

„Verteidigt euch, oder sterbt!“

Melvelith konzentrierte sich wieder auf das Blut welches sie am befallen war. Es war inzwischen bis zu ihrer Brust gekrochen und machte sich dort breit. Sie schmatzte, und legte die Hände auf die Brust. Sie würde es auf gut Glück mit einem Frostzauber versuchen, etwas anderes fiel ihr auf Anhieb nicht ein.

Noch bevor sie den Zauber wirken konnte hörte sie erst ein blubberndes Geräusch von überall her, dann mehrere Explosionen. Sie sah zu den anderen Novizen, die stellenweise in die Luft flogen.
Dann sah sie an sich herunter.

Das Blut blubberte.

Dann explodierte es auf ihrer Brust.


Einige Momente später…

Melvelith sah in das grinsende Gesicht von Lord Thorval. Ungeachtet dass es andere Novizen gab die auf dem Boden lagen ging er vor ihr in die Hocke und behielt auch dort sein Grinsen bei. Leise waren seine Worte, aber trotzdem für die blasse Elfe klar verständlich.

„Ich habe mich bei euch nicht geirrt, El’Thanas. Ihr habt nicht das Zeug dazu.“

Sie nickte und stand auf als Thorval sich bereits zu dem nächsten überlebenden Novizen zu gehen um ihm wie ihr unmissverständlich zu verdeutlichen…

„Ihr habt versagt, und Glück gehabt. Ihr dürft euch entfernen.“
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