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 [WoW] Erandon - Die Absicherung

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LeKüken
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BeitragThema: [WoW] Erandon - Die Absicherung   So 20 Nov - 21:27

Erandon fühlte den Puls der Elfe, die schwach atmend auf dem Boden lag.

Die Elfe, Lavyria hieß sie, lag im Sterben. Unglaublich aber war. In seiner Perfektion hätte das eigentlich nicht passieren dürfen. Er hätte sich wohl Gedanken machen sollen, als das erste Opfer verstorben ist. Naja, beim nächsten wird es besser laufen.

Glücklicherweise hatte er vor einigen Tagen eine Elfe auf ihrem Netherdrachen abgefangen. Sie abzuwerfen und zu verschleppen war keine große Sache gewesen. Bisher hatte er keinen Blick unter die Kapuze der Elfe geworfen. Wozu auch? Eine Elfe wie jede andere. Genau wie Lavyria, die gerade unter seinem Blick starb.

Aber vielleicht sollte er immerhin den Namen erfahren. Das gehörte sich so. Er musste die Familie informieren.

Informieren und verspotten gingen Hand in Hand.
Erandon wandte sich ab von der sterbenden Frau, und ging auf die andere zu, die passenderweise in einem offenen Sarg ruhte. Er war wirklich ein Genie. So eine passende Ruhestätte für eine Dame, in diesen dunklen heimischen Kammern. Mit einem schnellen Griff wurde die Kapuze heruntergezogen.

Und Erandon bekam einen Schlag direkt ins Gesicht.

„Wer wagt es… Demour?!“
„Erst schlagen dann fragen. Immer diese Lebenden.“

Erandon schüttelte kurz den Kopf, und sah dann die Elfe an.

„Oh, Cheida. Wie schön dich zu sehen.“
„Nein.“
„Möchtest du etwas Tee?“
„Nein.“
„Kekse?“
„Nein.“
„Lavyria?“
„Nei… was?“

Der Todesritter verzog die eisige Miene zu einem schaurigen Grinsen. Ohne weitere Worte wandte er sich ab, und ging zurück zu der sterbenden Elfe. Sie war inzwischen sehr blass, und hatte sich zusammengekauert. Ob sie wach war oder nicht vermochte wohl keiner zu sagen. Cheida stellte sich neben ihn, und starrte doch recht entsetzt herab. Sofort kniete sie nieder, und fühlte wie Erandon zuvor den Puls.

„Was hast du mit ihr gemacht, du kranker Bastard?!“
„Kranker Wahnsinniger bitte. Bastard macht sich so schlecht.“

Darauf knurrte sie nur. Etwas enttäuscht über das fehlende Wortgefecht beantwortete Erandon ihre Frage.

„Ich brauchte sie als Schutz vor den Schatten. Das war auch in eurem Sinne. Dass sie nun stirbt ist ungünstig, aber unvermeidlich. Jeder Tag zählt.“

Cheida nahm sanft die Hand von Lavyria, und strich mit den Daumen über sie. Die blonde murmelte leise etwas, bevor sie lauter wieder mit Erandon sprach. Ihre Stimme war leicht zittrig, aber klar.

„Ich werde sie mitnehmen. Schutz oder nicht ist egal. Die meisten Schatten wurden vernichtet.“
„Wieviele sind übrig?“
„Drei.“

Der Verlassene dachte nach, während sich seine Hand wie von selbst um den Griff seines Schwerts legte. Für drei Schatten lohnte es sich vielleicht nicht, noch ein Leben zu opfern. Aber Sicherheit ging über alles. Jedenfalls hier. Etwas. Andererseits würde das, wenn es rauskam, stark an seinem guten Ruf nagen. Als kranker Wahnsinniger.

„Nur wenn du ihre Rolle einnimmst. Auf die ein oder andere Weise.“
„Was bedeutet das?“
„Du sorgst dafür dass die Schatten unschädlich gemacht werden. Ob mit eigenem Willen oder nicht ist deine Entscheidung.“

Die blonde Elfe hielt inne. Kein gutes Zeichen. Erandons Griff um das Schwert festigte sich. Allzeit bereit für einen Angriff. Wenn sie nicht nachgab musste er sie eben dazu zwingen.

„Einverstanden. Was muss ich tun, wenn ich meinen Willen behalten will?“
„So werden wie ich. Sterben, wenn du es so nennen willst.“

Cheida stand auf, und drehte sich um. Sie sah Erandon in die Augen.

Beide nickten.

Beide wussten was zu tun war.

„Sofort?"
„Nein. Nimm sie mit. Bring sie irgendwo hin wo ihr ungestört seid. Bring sie in Ordnung. Wenn du willst dass sie lebt, müssen wir uns Werkzeuge schaffen. Sie wird kurzzeitig die erste sein. Wenn sie in einem akzeptablen Zustand ist bringst du sie in die Gesellschaft zurück, und kehrst zu mir zurück.“

Cheida nickte. Sie konnte tatsächlich brav sein. Sie nahm Lavyria mit einem angestrengten Stöhnen auf die Arme, und sah sich um. Erandon zeigte zum Ausgang, ohne ein weiteres Wort zu verlieren. Die blonde folgte der Richtung, und war bald im Schatten der Kammer verschwunden.

Der Verlassene seufzte langgezogen, und nahm jetzt erst die Hand vom Griff. Es hatte Cheida gar nicht verwundert, dass er so vorsichtig gewesen ist. Nun, sie war nicht perfekt. Sie konnte das gar nicht als Warnsignal nehmen. Andererseits konnte er bei aller Perfektion nicht in ihren Kopf sehen.
Tatsächlich hatte sie sehr schnell zugestimmt.

Musste er sich Gedanken machen?

Er schüttelte den Kopf.

Er war perfekt, egal was passierte es würde gut gehen.
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