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 [SWToR] Andaron - Neuanfang

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BeitragThema: [SWToR] Andaron - Neuanfang   Di 25 Dez - 22:45

So, nach monatelangem vor mich herschieben hab ich jetzt endlich mal über Andarons Verbleib geschrieben. Ist nicht so wirklich gelungen wie erhofft, aber hey... Feedbacks daher sehr erwünscht. Und jetzt quält euch durch die Geschichte! xD


Andaron - Neuanfang

Gleissende Schreie hallten durch die Gänge der unterirdischen Anlage auf Hoth. Eine in Mantel gehüllte Gestalt hastete durch die langen Gänge an unzähligen Türen vorbei.
Vor einer blieb die Gestalt ruckartig stehen, drehte an Rädern, riss Hebel herum und schloss die Stählerne Tür auf. Dicke Rauchschwaden schlugen der Gestalt entgegen, jene riss sich ihren Schal vors Gesicht und stürmte in den glühend heissen Raum.
Ohne sich darum zu kümmern, wer in ihre Falle tappte, packte sie das Opfer an den verbrannten Kleidern und zerrte es aus dem Raum. Erst als sie das verbrannte Bündel auf dem vereisten Boden des Korridors niederlegte, erhaschte sie einen Blick auf das von Russ verschmierte Gesicht. Benommen röchelte die verbrannte Gestalt. Die halb geöffneten Augen versuchten sich erfolglos zu orientieren. Die in Mantel gehüllte Gestalt gab dem Brandopfer leichte Ohrfeigen.
„Hey, was hast du hier verloren?“ Der Verbrannte stöhnte nur leise, verlor dann das Bewusstsein.

Entferntes, aufgeregtes Piepsen war zu hören. Nur gedämpft konnte Andaron überhaupt etwas wahrnehmen. Eine unbekannte Stimme antwortete auf das Piepen.
„Wie meinst du das, C-28? Die Pläne wurden entwendet?“ Das Piepsen wurde noch etwas aufdringlicher.
„Nein, ihn einfach verbrennen zu lassen wäre unethisch gewesen. Ich habe meinem Meister versprochen sein Vermächtnis zu bewachen, nicht Mord zu begehen.“
Das Piepsen schien etwas trauriger zu werden.
„Ja, meine kleine Blechbüchse. Ich vermisse ihn auch. Er war ein Genie! Ich hätte noch so viel von ihm lernen können…“
Die Schritte schienen näher zu kommen. Eine kalte Hand berührte ihn im Gesicht und riss ihm mit den Fingern die Augen auf. Gleissendes Licht blendete den Reinblüter. Jedoch war er kaum in der Lage sich dagegen zu wehren.
„Hm. Seine Pupillen reagieren normal.“ Eiskalte Luft strömte über seinen Körper als die Decke zurückgeschlagen wurde.
„Aber das hier können wir vergessen.“ Piepsen seitens des Droiden.
„Wir haben schon seit über vier Monaten kein Kolto mehr. Und selbst wenn wir noch welches hätten, könnte Kolto das hier wohl kaum so einfach korrigieren.“

Der Reinblüter wurde unsanft zur Seite gedreht. Die eiskalten Finger tasteten an seiner Wirbelsäule entlang.
„Siehst du? Der Kerl hat offensichtlich versucht auf den Füssen zu landen. Die Wirbelsäule ist zusammengestaucht, die Gelenke an den Beinen hat es ihm total zertrümmert.“
Wieder Piepsen seitens des Droiden.
„Glaubst du? Ich denke, wäre er Machtanwender, hätte er locker auf den Füssen landen können ohne einen Kratzer.“
Der Droide piepte spöttisch. „Ich weiss, dass das hier ein reinblütiger Sith ist… Bedenke aber, dass unser Meister das auch war und er hatte keinen Funken der Macht in sich!“
Die Stimme mit den kalten Händen seufzte, liess Andaron wieder zurück auf den Rücken sinken. Wieder berührten ihn die Eiszapfenähnlichen Hände.
„Sein rechtes Bein hat sich total entzündet. Wir sollten amputieren bevor er die Taubheit in seinem Körper verliert. Bereite alles vor, C-28.“
Der Droide piepte zustimmend und entfernte sich. Andaron spürte, wie panische Hitze in seinem Körper aufstieg, sein Herz begann zu rasen. Dies wurde von einem nervöser werdenden Piepenton unterstrichen. Die fremden Hände strichen ihm eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
„Du bist also wach? Keine Angst, du bist in guten Händen.“ Knapp fühlte er, wie eine Nadel sich in sein Fleisch bohrte, da verschwammen alle Sinneseindrücke. Eine unendliche Schwere machte sich breit, sein Puls wurde langsamer und die fremde Stimme klang seltsam entfernt…

Als Andaron die Augen öffnete, konnte er kaum sagen wie viel Zeit verstrichen war. Nur verschwommen konnte er seine Umgebung wahrnehmen. Er lag offensichtlich auf einem weichen, bettähnlichen Einrichtungsstück. Daneben standen einige Apparaturen, welche bestimmt schon einige Jahre auf dem Buckel hatten. Von ihnen weg führten dünne Kabel zu seinen Armen. Der beissende Geruch von Desinfektionsmitteln stieg ihm in die Nase. Übelkeit überkam ihn und der Drang sich zu erbrechen stieg. Langsam versuchte sich der Reinblüter aufzusetzen um die Orientierung zu finden.
„Na, schon wach?“ Eine schlanke, breit grinsende Chiss stand im Türrahmen. Die Arme lässig vor der Brust verschränkt, starrten die roten Augen zu dem Reinblüter. Er sah sie einige Augenblicke schweigend an, dann meldete er sich heiser zu Wort.
„Was… ist passiert…? Wer bist du? Und wo zum Teufel bin ich…?“ Die Chiss schmunzelte, strich ihren weissen Kittel glatt und schritt auf Andaron zu. Sie war ziemlich klein, das erkannte man unter dem viel zu grossen Kittel sofort.
„DU bist in MEINE Falle gefallen. Da sollte ich wohl eher fragen, was du hier verloren hast?“ Ganz beiläufig überprüfte sie seine Werte, während sie offensichtlich auf seine Antwort wartete. Andaron schnaubte, schlug die Decke zurück und wandte sich dem Bettrand zu.
„Das würde ich unterlassen. Ausser natürlich, du willst vor mir davonkriechen. Was ziemlich lächerlich und anstrengend wäre.“
Der Reinblüter sah an sich herunter und presst die Lippen zusammen. Sein linkes Bein war in einer Art Schraubstock. Von seinem rechten war nicht mehr übrig als etwas mehr von der Hälfe seines Oberschenkels.

Schockiert starrte er den Stumpf an und wurde blass. Er packte die Chiss am Arm und schüttelte sie.
„Was hast du getan…? Was hast du mit mir gemacht?!“
Unbeeindruckt sahen ihm die roten Augen direkt ins Gesicht. „Ich habe dir das Leben gerettet. Du solltest dankbar sein und hier nicht so rumbrüllen.“
Seine Stimme zitterte. „Du… du hast mich zum Krüppel gemacht…!“
Die Chiss rollte mit den Augen. „Ich hätte dich auch elend verrecken lassen können. Wäre dir das lieber gewesen?“
Andaron schluckte. Ein kaum merkliches Nicken liess die Chiss aufseufzen.
„Dein Ernst? Das ist doch lächerlich.“ – „Denk darüber wie du willst. Ich bin dir keine Erklärung schuldig!“
Die fremde Chiss deckte den Reinblüter wieder zu und setzte sich zu ihm auf den Bettrand. „Nun? Was hattest du in dieser Höhle verloren?“
Andaron wandte beleidigt den Blick von ihr ab. „Ich musste die Baupläne meines Vaters holen…“
Die Chiss hob die Brauen. „Baupläne deines Vaters? Wie kommst du darauf, dass die sich hier befinden sollten?“
Er fuhr sich mit der Hand durch das strähnige Haar. „Ich… habe eine Kette von meiner Mutter bekommen… Die hat mich hierher geführt… Offensichtlich war mein Vater vor Jahren ein Tüftler beim imperialen Geheimdienst und ist ins Exil geflohen nachdem er… Nachdem meine Mutter Darth Lyctras mit ihm betrogen hat…“
Die Fremde lachte auf. „Warte mal, du willst mir weismachen, dass DU der Sohn von Andaron Krei’tas bist…? Hör schon auf…“
Er sah sie mit den roten Augen müde an. „Doch… offensichtlich schon…“

Die schlanke Chiss sah Andaron eine ganze Weile schweigend an, bis sie schliesslich Luft holte.
„Dein Vater… er hat oft von seinem Sohn… von dir gesprochen. Er hat alles vorbereitet für dich… Die Hoffnung, dass du ihn findest, hat er nie aufgegeben. Die Fallen in diesem Komplex sollten unerwünschte Eindringlinge abhalten… Er hatte viele Feinde, die seine Pläne haben wollten. Massenvernichtungswaffen, Bomben, technische Geräte… Er konnte alles bauen. Ich habe dich mit dieser Frau gesehen auf den Überwachungsschirmen. Als du gestürzt bist, ist sie weitergerannt… Hatte sie die Pläne?“
Andaron nickte. „Ja… Sie hatte die Pläne. Eigentlich hatte sie mir etwas versprochen wenn ich ihr helfe an die Pläne zu kommen. Sie wollte mich von der Macht trennen.“ Er seufzte.
„Von der Macht trennen? Du willst mir also erzählen, du seist ein Sith?“ Sie prustete. „Entschuldige, aber wenn ich dich so ansehe… nein. Nein, definitiv nicht!“ Der Reinblüter sah die Chiss gekränkt an. „Na danke, noch jemand der nicht mehr als abschätzige Sprüche für mich übrig hat. Ich habs mir nicht ausgesucht… Ich wurde als Kind durch die Akademie durchgeschleift…“
Die Chiss hob die Hand und unterbrach ihn. „Wenn du doch ein Sith bist… Warum zum Teufel bist du dann gefallen?“
Andaron griff als Antwort nach einer kleinen Schachtel, welche sich auf dem Tisch neben dem Bett befand. Er schloss die Augen und schien sich zu konzentrieren.

Nach einer ganzen Weile hob die Schachtel etwas an und schwebte wenige Zentimeter über seiner Handfläche. Bereits nach wenigen Augenblicken bildeten sich dicke Schweissperlen auf seiner Stirn und die Schachtel fiel zu Boden.
Die Chiss sah den Reinblüter mit grossen Augen an. „Du bist also total Schwach in Machtdingen. Habe ich recht?“
Andaron nickte knapp. „Eine Schande für meine Familie, mein Volk… Ein Idiot mit grosser Klappe. Ich konnte jahrelang untertauchen… Ich habe vor ein paar Monaten eine Reinblütige Frau kennengelernt… Ein Weib mit Rasse, wenn du verstehst. Man hatte mir versprochen, bei ihr bleiben zu können wenn ich mich meinem… Stiefvater stelle. Natürlich war es eine Lüge. Ich wurde hinterrücks abgestochen, mir wurden alle meine Titel entzogen… Ich bin nicht mehr als ein ehrloser Bastard. Schliesslich gab man mir noch einmal eine Chance. Ich sollte mit einer grauen Jedi die Pläne holen um die Harvester zu vernichten…“
Die Chiss legte ihm eine Hand auf den Unterarm. „Und jetzt bist du hier… Wenn du wirklich der Sohn von meinem Meister bist, dann mache ich dir einen Vorschlag.“
Andaron zuckte mit den Schultern. „Mein Wort muss dir wohl oder übel reichen.“
Sie nickte. „Muss es wohl. Wenn du sein Sohn bist, dann habe ich meine Aufgabe hier erfüllt. Ich bring dich wieder auf Vordermann, zeige dir alles was dein Vater für dich hinterlassen hat, und du nimmst mich dafür mit und bringst mich weg von diesem Eiswürfel.“
Der Sith hob skeptisch eine seiner knöchernen Brauen. „Ach ja? Warum sollte ich?“
Sie grinste breit und drückte ihren Zeigefinger auf seine Brust. „Weil du ohne mich hier unten verhungerst und du mir somit etwas schuldest. Wenn du artig bist, darfst du mich Evrea nennen. Und jetzt ruh dich aus, Sohn von Andaron Krei’tas.“

Evrea stand auf, zwinkerte ihm zu und verliess den Raum. Andaron sass da und sah ihr sprachlos nach. Schliesslich schüttelte er den Kopf und liess sich ins Kissen sinken. „Weiber.“
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BeitragThema: Re: [SWToR] Andaron - Neuanfang   So 27 Jan - 22:18

Soo, hier mal ein kleiner Ergänzungsteil damit ich den Kerl bald mal wieder ins RP kriege ^_^ Küken wird sich freuen! xD


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Andaron starrte an die mit Stahl ausgekleidete Decke. Dies tat er schon seit Wochen. Immer an denselben Punkt. Er konnte die Tage nicht mehr zählen, in denen er schweigend auf dem Rücken lag. Der Reinblüter wollte gar nicht daran denken, wie zurückgebildet seine Muskeln sein würden, wenn er endlich wieder aufstehen konnte. Jener Tag rückte näher. Die freche Chiss, welche ihn aus dem Feuerloch geholt hatte, versprach ihm eine Prothese für das verlorene Bein. Just in dem Moment, als er an den jämmerlichen Überbleibsel seines rechten Beines dachte, durchschoss ihn genau dort ein unaushaltbarer Schmerz. Tief durchatmend krallte er sich in die Laken des dürftigen Bettes. Sein Puls schoss in die Höhe, die Stirn war schlagartig von eiskaltem Schweiss bedeckt. Erst nach etwas mehr als zwei Minuten löste sich der krampfartige Schmerz wieder. Andaron kämpfte sich hoch, bis er auf der Matratze sass. Aufatmend wischte er sich mit dem Ärmel seines Hemdes den kalten Schweiss vom Gesicht.

Ein leises Zischen und darauffolgende Schritte verrieten dem gefallenen Lord, dass die Chiss im Anmarsch war. Tatsächlich stand sie einige Augenblicke später grinsend vor ihm. Wie immer trug sie ihren viel zu grossen Kittel. „Na, wie geht es unserem Sonnenschein?“ Andaron strich sich durchs strähnige Haar. „Wunderbar. Kann ich aufstehen? Ich kann diese verfluchte Decke nicht mehr sehen.“ Evrea schmunzelte, schlug die Decke zurück und begutachtete ihn. „Wir werden sehen was der Scan sagt. Übrigens, uns sind die Schmerzmittel ausgegangen. Du darfst dich also auf viele qualvolle Stunden freuen.“ Wie auf Befehl rollte C-28 in den Raum. Aufgeregt piepend blieb er direkt neben der Chiss stehen. Diese nahm einen wohl etwas älteren Scanner zur Hand. Das dazugehörige Kabel stöpselte sie dem Droiden in die Schnittstelle, welcher einen kleinen Bildschirm ausfuhr. „Dann wollen wir mal sehen…“ Sie drückte den Scanner auf Andarons linken Oberschenkel und fuhr damit langsam am Bein entlang. An einigen Stellen tastete sie mit den Fingern nach, ehe sie schliesslich nickte. „Ich denke, es sollte reichen um einen Versuch zu starten.“ Sie klopfte mit der flachen Hand auf sein noch vorhandenes Bein.

Noch immer zierte dieses Grinsen ihre Züge. „Na los, versuchen wirs! Aber denk daran: Da ist nur noch ein Bein.“ Andaron grummelte, drehte sich dem Bettrand zu und setzte zum ersten Mal seit Wochen seinen Fuss auf den kalten Boden. Evrea griff ihm unter die Arme und versuchte ihn hochzuhieven. Als der Reinblüter dann endlich wackelig auf dem noch vorhandenen Bein stand, griff sie ihn um die Taille. Zum ersten Mal, wurde Andaron bewusst, wie winzig die blauhäutige Frau war. Sie reichte ihm gerade mal bis zur Brust. Schmerz machte sich in seinen Gelenken und seinem Rücken breit. Das Nichtstun zollte seinen Tribut. So sehr er seine Muskeln auch anspannte, er vermochte kaum sein eigenes Körpergewicht tragen. Wie ein nasser Sandsack liess er sich fallen. Erschrocken liess die Chiss ihn einfach los, so dass er geräuschvoll auf den kalten Boden klatschte. „Junge, was machst du denn?! Wenn du keine Kraft hast, setz dich einfach hin und lass dich nicht fallen wie ein Bantha-Kalb aus dem Geburtskanal seiner stinkenden Mutter!“ Sie schüttelte den Kopf und zerrte den frustrierten Sith zurück aufs Bett. Seufzend schüttelte sie das Kissen auf, knöpfte sein Hemd auf und zerrte es ihm vom Körper. „Mach dir nichts draus. Wir versuchens einfach wieder.“ Der Droide streckte ihr ein frisches Hemd entgegen, welches sie dem Reinblüter überstreifte.

Drückendes Schweigen. Die Chiss knöpfte ihm das frische Hemd zu, während der Reinblüter nachdenklich auf seiner Unterlippe herumkaute. Auf einmal richtete er die roten Augen auf die blauhäutige Frau. „Du wolltest, dass ich dich mitnehme, hm?“ – „Korrekt.“ Er nickte. „Wie stellst du dir das vor? Hast du ein Schiff?“ Evrea setzte sich auf den Bettrand und sah den Reinblüter mit gehobenen Brauen an. „Willst du mir damit sagen, dass du kein Schiff hast? Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich dich verbrennen lassen.“ Andaron blinzelte, verzog dann das Gesicht. „Und wieder bist du so überaus nett zu mir. Ich habe kein Schiff… Meines wurde abgeschossen.“ Die Chiss verzog nun ihrerseits das Gesicht. „Na toll. Und wie kommen wir dann von diesem Eisklumpen?“ Der Reinblüter seufzte. „Wir könnten eines bauen…“ Die Chiss hob nun wieder die Augenbrauen. „Dafür haben wir kaum die benötigten Ressourcen. Und vor allem keine Zeit. In Kürze werden uns auch die Nahrungsvorräte ausgehen…“ Andaron strich sich nachdenklich übers Kinn. „Und wie sieht es mit einem Kauf aus?“ Evrea lachte. „Mit welchen Credits? Dein Vater hat kaum was hinterlassen und von meinem Militärsold ist kaum noch was über.“ – „Ich spreche von keinem neuen Schiff. Irgendeine Schrottmühle, die wir selber notdürftig so aufpolieren, dass sie uns zumindest bis zur imperialen Flotte bringt.“ Sie verengte kurz die Augen, nickte dann. „Das sollte machbar sein. Ich mache mich sofort auf die Suche!“ Damit stand sie auf und verliess den Raum eilig. Andaron blieb zurück, zog die Decke über sich und lächelte selbstzufrieden. „Warte nur, du alte Schachtel… Mit dir habe ich noch eine Rechnung offen…“ C-28 piepte aufgeregt und rollte seiner Herrin hinterher. Die Arme hinterm Kopf verschränkend liess der Reinblüter sich zurück ins Kissen sinken und starrte wieder den altbekannten Punkt an der Decke an…
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BeitragThema: Re: [SWToR] Andaron - Neuanfang   So 10 Feb - 17:15

So, hier der letzte Teil. Das hier geschilderte passiert WÄHREND Vhem und Co. auf Hoth im Einsatz sind... Ist also vom heutigen Datum aus ein bisschen vorgegriffen x)
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Hoth. Die kalte Bunkeranlage unter den dicken Eisschichten. Evrea’zaphyr durchschreitet die langen Gänge der Anlage mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen. Beim Berühren des Türsensors öffnet sich die Schiebetür zischend und sie betritt das Labor, in welchem Andaron untergebracht ist. Jener setzt sich sofort in seinem Bett auf, als er die Chiss erblickt. „Gute Neuigkeiten?“ Evrea nickt grinsend. „Oh ja. Es hat mich ein Teil meiner Würde, unsere gesamten Ersparnisse und unsere letzte Nahrungsration gekostet. Aber wir haben ein Schiff. Es ist nicht hübsch, es ist nicht schnell, aber es sollte uns von diesem Eiswürfel wegbringen.“ Andaron schmunzelt. „Perfekt. Mehr wollten wir gar nicht.“ Die Chiss nickt. „Exakt. Bevor ichs vergesse… C-28 hat eine kleine Überraschung für dich.“ Wie gerufen rollt der kleine Astromech-Droide durch die noch offene Schiebetür. Offensichtlich schwer beladen. „Ich habe dir eine Prothese versprochen. Hier ist sie. Leider ist sie weder leicht noch besonders angepasst… Aber es sollte reichen, dass du die nächsten Tage wenigstens alleine pinkeln gehen kannst.“ Ein freches Grinsen breitet sich auf ihren blauen Lippen aus. Andaron grummelt. „Mechanisch?“ – „Jep. Hab sie aus ein paar Schrottteilen zusammengeschustert. Sie hat sogar ein Kniegelenk. Es sollte mit deinen Muskelimpulsen zusammenarbeiten. Betonung auf sollte…“

Sie nimmt dem piependen Droiden die Prothese ab, kniet sich vor Andaron auf den Boden und befestigt das mechanische Bein an Andarons Stumpf. „Spann mal die Muskeln an.“ Sie klopft ihm als Unterstreichung auf den Überrest seines Oberschenkels. Gesagt, getan. Sofort tritt die Prothese nach der zierlichen Chiss aus, welche rückwärts zu Boden fällt und mit dem Hinterkopf gegen einen Kasten knallt. Mit grossen Augen starrt Andaron auf sein neues Bein, dann sieht er zu Evrea. „Wow… das… ist grossartig!“ Die Chiss rappelt sich auf und reibt sich am Hinterkopf. „Na, hab ich zu viel versprochen? Scheisse tut das weh…“ Sie steht auf und geht zurück zu dem Reinblüter. „Na los, wir haben viel zu tun. Zieh dir was an, dann zeig ich dir das Schiff.“

Nur wenige Minuten später steht der gefallene Sith wackelig vor der ehemaligen Militärangehörigen. „Die Länge ist nicht ideal… Eher etwas zu kurz…“ Evrea verschränkt die Arme vor der Brust. „Willst du dich beschweren? Ich hab die ganze Nacht daran gearbeitet! Längere Teile hab ich nicht gefunden. Du kannst froh sein, hast du ein Kniegelenk. Ich hab mir ernsthaft überlegt dir einen Besenstil an den Stumpf zu stecken. Und das werde ich auch durchziehen wenn du weiterhin meckerst wie ein pupertierendes Mädchen!“ Andaron zieht die Brauen hoch. „Da ist sie ja wieder… deine charmante Seite. Na los, ich will das Schiff sehen!“ Die Chiss nickt, stellt sich neben den Reinblüter und hält ihn um die Taille fest. „Stütz dich lieber ab, Grossmaul. Ich will dich nicht alle zwei Schritte vom Boden abkratzen.“ Grummelnd legt er seinen Arm um die Schultern der kleinen Chiss. So scheint es ganz gut zu klappen. Zwar kommen sie nur langsam vorwärts, er jedoch stolpert dafür eher selten. C-28 folgt den beiden piepend.

Nach einer gefühlten halben Stunde Fussmarsch erreichen sie ein mit Eis überzogenes Tor. Hastig tippt die Chiss einen Code in das Tastenfeld des Tores, schon öffnet sich dieses knarzend. Dahinter präsentiert sich den beiden ein rostiger, alter Transporter. Andaron blinzelt ungläubig. „Sicher, dass dieses Ding noch fliegt…?“ – „Und wieder beschwerst du dich! Na los, du wirst begeistert sein vom Inneren!“ Sie hebt einen von Eis überzogenen Hammer vom Boden auf und geht mit Andaron zur Rampe. Dort angekommen schlägt sie mit dem Hammer kraftvoll auf die Elektronik der Türöffnung. Zischend öffnet sich die Rampe. Der Reinblüter verkneift sich den Kommentar dazu. Sein Blick jedoch dürfte seine Gedanken verraten. In der Rostlaube angekommen entlässt Evrea den Reinblüter aus ihrem Griff. „Willkommen in unserer Rettung. Ich nenne sie liebevoll ‚Schrotthaufen 3000‘!“ Der Name scheint eindeutig zu passen. Selbst im Inneren ist der alte Transporter notdürftig zusammengeflickt. Überall hängen Kabel aus der Innenverkleidung, die Sitze an den Wänden entlang wurden mit einer modrigen Matratze ersetzt. Sicherheitsgurte scheinen gar nicht erst vorhanden zu sein. „Komm, ich zeig dir das Cockpit!“ Sie packt Andaron beim Ärmel und zieht den humpelnden Reinblüter hinter sich her. Dort angekommen wartet gleich die nächste böse Überraschung. Der Steuerknüppel wurde mit einer rostigen Stange ersetzt. Die Hälfte der notwendigen Knöpfe scheint gar nicht erst vorhanden. Überall Kabel. Selbst die Sichtscheibe ist notdürftig abgeklebt. Andarons Augen weiten sich von Sekunde zu Sekunde. „DAMIT willst du bis zur Flotte gelangen…? Können wir damit überhaupt erst die Atmosphäre verlassen? Ehrlich gesagt bezweifle ich das…“ Die Chiss boxt ihn in die Seite. „Hey, zweifelst du an meiner Arbeit? Das Baby wird fliegen, du wirst schon sehen. Und jetzt setz dich hinten auf die Matratze. Wir starten in einer Viertelstunde. C-28? Hol unser Gepäck.“

Exakt fünfzehn Minuten später wird die Rampe mit einem Hammerschlag auf die Konsole geschlossen. Andaron sitzt auf der modrigen Matratze und rauft sich die Haare. „Worauf hab ich mich hier nur eingelassen…“ Ein klickendes Geräusch aus den Lautsprechern, dann folgt Evreas Stimme. „Wir starten, Sonnenschein. Halt dich irgendwie fest.“ Das lässt er sich nicht zwei Mal sagen. Sofort krallt er sich am nächstbesten, hoffentlich gut befestigten Gegenstand fest. Die Triebwerke heulen unheilvoll auf, begleitet mit dem Gestank von verbrannter Elektronik. „Auf dem Schiff befinden sich Sauerstoffmasken. Falls mein Fenster hier vorne doch nicht ganz dicht ist, schreie ich. Alles klar?“ Andaron braucht darauf gar nicht erst zu antworten. Das Schiff hebt ab. „Noch vierzigtausend Meter bis zum Austritt aus der Atmosphäre.“ C-28 rollt wild piepend im Kreis. Selbst ihm scheint die Angelegenheit nicht ganz geheuer. Durch das dauernde Schütteln muss Andaron sich zusammenreissen, sich nicht zu übergeben. Der Flug scheint dazu verdammt, in einer Katastrophe zu enden…

Etwa eine Stunde später ist die Hitze deutlich spürbar, die beim Austritt aus der Atmosphäre erzeugt wird. Dicke Schweissperlen rollen dem Reinblüter über die Stirn. Die Chiss im Cockpit scheint das alles kaum zu stören. Man hört sie hin und wieder unbeschwert eine Melodie summen. „Scheiben sind dicht. Ich hoffe, dass der Treibstoff reicht.“ – „Hast du auch mal NUR gute Nachrichten!? Halte die verdammte Schrottmühle gerade! Ich kotze gleich wenns so weitergeht!“ – „Keine Panik, Sonnenschein. Alles läuft nach Plan.“ Kaum sind diese Worte ausgesprochen, gibt es einen Knall. Und schont dröhnen die Alarmhörner. „Alles läuft nach Plan?!“ Der Reinblüter rappelt sich auf und humpelt an der Wand entlang zum Cockpit. „Was zum Teufel war das?“ Evrea dreht sich zu ihm um. „Das… war unser linkes Triebwerk…“ – „Wir müssen zurück!“ Die Chiss widmet sich den noch vorhandenen Schaltern. „Unmöglich. Wir verlieren Sprit.“ Andaron setzt sich auf den Co-Pilotensessel. „Hast du den verdammten Tank nicht kontrolliert?!“ – „Nope.“ – „Nope? Nope?! Mädchen, wo verdammt hast du deine Ausbildung gemacht?!“ Sie blinzelt ihn verdutzt an. „Ich war im imperialen Sanitätstrupp. Ich bin so ein Ding erst einmal geflogen.“ Andaron klatscht sich die flache Hand gegen die Stirn. Fluchend zieht er sie vom Pilotensessel und setzt sich selbst hinters Steuer. „Versuch einen Notfunkspruch durchzugeben. Irgendwas muss doch in der Nähe sein.“

Sofort greift die Chiss nach dem Funkgerät. „Hier Schrotthaufen 3000. Wir haben einen Notfall. Kann uns irgendjemand hören?“ Knacken, dann Stille. „Versuchs noch Mal! Und nenn das Schiff anders! Ich will nicht deinetwegen abgeschossen werden!“ Sie grummelt, drückt erneut auf Senden. „Hier ein imperialer, notdürftig geflickter Transporter. Wir haben einen Notfall!“ Wieder das Knacken, dann wird knisternd eine Antwort empfangen. „….Vaporator…. identifiziert…. …. …. Koordinaten…“ Der Reinblüter reisst der Chiss das Funkgerät aus der Hand. „Hier spricht Lord Andaron. Wir stürzen ab! Bitten um Hilfe!“ Evrea tippt ihm hastig auf die Schulter. „Sieh dir das an!“ Andaron sieht aus dem Fenster. Seine Augen weiten sich. „Das… ist ein Sternenzerstörer… ein imperialer Sternenzerstörer!“ Fast schon jubelnd reisst er den notdürftigen Knüppel herum und steuert das gigantische Schiff an. „Nein, steuer mehr in diese Richtung!“ Sie zerrt ebenfalls an der rostigen Stange. „Was machst du denn…? Verdammt!“ Mit einem knarzenden Geräusch hält er den Steuerknüppel in den Händen. „Du dämliches Huhn! Was hast du getan?!“ Das Funkgerät meldet sich wieder knisternd. „…negativ… umkehren… … …schiessen!“ Der Reinblüter schüttelt die Chiss wutentbrannt. „Siehst du?! Wir werden sterben verdammt!“ Bevor die blauhäutige Frau etwas erwidern kann durchfährt das Schiff ein heftiger Ruck. „Sie schiessen… sie schiessen! Das ist alles deine Schuld! Du bringst nur Unglück!“

Ungebremst rast der rostige Transporter auf den Sternenzerstörer zu. „Da! Ein offener Hangar!“ Die Chiss befreit sich aus dem Griff des Reinblüters, greift nach dem abgebrochenen Steuerknüppel und reisst den Überrest herum. „Das schaffen wir niemals!“ Der Reinblüter überlässt der Chiss den aussichtslosen Flug, krallt sich nun einfach am Sitz fest und kneift die Augen zusammen. Knarzend und funkensprühend knallt das Schiff in den Hangar. Hart schlägt die Chiss mit dem Gesicht auf dem Armaturenbrett auf. Zweimal überschlägt sich die Schrottmühle. Droiden werden durch die Luft geschleudert, wie auch C-28 im Inneren des Transporters. Gebremst wird das schleudernde Schiff durch ein im Hangar stehendes Schiff der Fury-Klasse. Eine Explosion folgt auf die Nächste. Weit entfernt erklingen Alarmsirenen, dann verlässt den Reinblüter das Bewusstsein…
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Vleit



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BeitragThema: Re: [SWToR] Andaron - Neuanfang   So 10 Feb - 18:23


*heul* Oh Gott...meine Katzen gucken schon alle ganz schief, weil ich gackernd und quiekend vor dem Schirm sitze...*Tränen abtupf* herrlich!
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BeitragThema: Re: [SWToR] Andaron - Neuanfang   Heute um 22:59

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